Die Kartause de la Verne ist ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert, das im Herzen des Massif des Maures liegt. Es befindet sich in der Gemeinde Collobrières, liegt aber etwas abseits des Dorfes. Das beeindruckende und mystische Gebäude kann zu bestimmten Zeiten das ganze Jahr über besichtigt werden, und es lohnt sich wirklich. Die Kartause steht unter Denkmalschutz!

Ein grandioser und kurioser Ort

Das ganze Jahr über empfängt die Kartause von La Verne Besucher, um ihr faszinierendes Gelände zu erkunden. Das Kloster ist ein Zeugnis zahlreicher Rekonstruktionen und Restaurierungen, die den heiligen Hallen neues Leben eingehaucht haben. Auf einer felsigen Anhöhe erbaut, bleibt es von der Außenwelt abgeschirmt und schafft eine Aura der Abgeschiedenheit und Ruhe. Das Kloster ist mit einer monumentalen Eingangstür aus vulkanischem Marmor aus dem Maures-Massiv geschmückt und lädt Sie ein, seine Geheimnisse zu ergründen. Machen Sie eine Reise durch das Innere des Klosters, wandern Sie durch die Kreuzgänge und bestaunen Sie die Überreste des alten Gefängnisses und der Bäckerei. Während Ihrer Erkundungstour können Sie auch den Klosterladen durchstöbern, der während der festgelegten Besuchszeiten geöffnet ist und einen Einblick in das klösterliche Leben bietet. Interessanterweise beherbergt das Kloster etwa dreißig Nonnen, die ein Schweigegelübde abgelegt haben und in eine Welt der Kontemplation eingetaucht sind.

Kennen Sie den Ursprung des Wortes "Verne"?

Haben Sie sich jemals gefragt, woher das Wort “Verne” stammt? Es gibt mehrere Theorien zu seiner Etymologie. Eine besagt, dass die romanische Kirche auf den Ruinen eines alten Tempels errichtet wurde, der Laverna, der römischen Göttin der Räuber und Diebe, geweiht war. Diese Verbrecher fanden angeblich Zuflucht in den umliegenden Wäldern, wie dem ausgedehnten Maures-Massiv. Alternativ kann sich der Begriff “Verne” auch auf Sklaven im Lateinischen beziehen, ein Wort, das einst zur Beschreibung der Sarazenen von Fraxinet (La Garde Freinet) verwendet wurde. Schließlich bringen einige das Wort “Verne” mit der Erle in Verbindung, da sie auch als solche bezeichnet wird. In der Tat gedeihen Erlen an den Ufern des Flusses, der durch das Tal fließt.

Eine bewegte Geschichte

Die Kartause von La Verne blickt auf eine reiche und wechselvolle Geschichte zurück. Sie wurde 1170 von den Bischöfen von Toulon und Fréjus gegründet und überstand zahlreiche Brände und Plünderungen durch lokale Herren und Sarazenen. Doch jedes Mal fanden die unverwüstlichen Bewohner die Mittel, um den Glanz des Klosters wiederherzustellen. Großzügige Spenden ermöglichten es, die Ländereien des Klosters auf über 3000 Hektar zu erweitern. Leider mussten die Kartäusermönche während der Revolution fliehen und das imposante Bauwerk und die riesigen Ländereien gerieten nach und nach in Vergessenheit. Die Natur holte sich das Gebiet unerbittlich zurück und fügte dem geschätzten Bauwerk schweren Schaden zu.

Doch allen Widrigkeiten zum Trotz wurde die Kartause von La Verne 1921 zum historischen Denkmal erklärt und als “Überbleibsel im Wald” anerkannt. 1961 beauftragte die Behörde Eaux et Forêts (Wasser und Wälder) einen Verwalter mit der Überwachung des Erhalts der Kartause. Später, im Jahr 1968, entstand der Verein “Les Amis de la Verne” (Freunde von La Verne), der sich der Wiederbelebung und Restaurierung dieses monumentalen Waldschutzgebietes widmet. Im Jahr 1986 zogen die Nonnen der Klosterfamilie von Bethlehem, Mariä Himmelfahrt und Saint Bruno ein und begannen mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Diese bemerkenswerte Verjüngung verdankt ihren Erfolg den kollektiven Bemühungen des Vereins, der Klosterfamilie, der Denkmalschutzbehörde, der örtlichen Gemeinde, des Departements und vor allem den zahlreichen Besuchern, die die laufenden Restaurierungsbemühungen weiterhin unterstützen.

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